Värmland

Die schwedische Provinz Värmland ist das Land der Kontraste: Zwischen den Bergen im Norden und dem See Vänern im Süden befinden sich viel Wald und tausende von größeren und kleineren Seen. Vor allem der westliche Teil der Provinz, der bereits an Norwegen grenzt, wird vom Wasser dominiert.

Der Vänern ist der größte Binnensee Europas, fast schon ein Meer. Von seinen Ufern aus geht der Blick bereits auf den freien Horizont. Im Vänern selbst liegen 22.000 Inseln. Andere große Seen Värmlands sind der Frykensee, der Glasfjorden und der Värmeln. Der Fluß Klarälven, der sich 300 km vom Norden bis zur Mündung in den Vänern im Süden windet, bildet die Lebensader der Provinz.

In Värmland leben etwa 273.00 Menschen auf einer Fläche von 17.586 Quadratkilometern. Värmland ist in 16 Kommunen eingeteilt. Flächenmäßig ist die Gemeinde Torsby in Nordvärmland am größten, Hammarö im Süden am kleinsten. Die Residenzstadt Karlstad ist mit einer Einwohnerzahl von ca. 85.000 die größte Kommune, Munkfors mit etwa 3.700 die kleinste.

Was geht …

Neben einer großartigen Natur als Hauptattraktion kann Värmland mit einer vielfältigen ländlichen Kultur aufwarten. Während der Sommerzeit werden über die ganze Provinz verteilt Kultur- und Musikfestivals veranstaltet. Eines der bekanntesten ist das „Arvika Hamnfest“ (Hafenfest) Anfang August, auf dem sich jedes Jahr größere und kleinere Sterne der skandinavischen Popmusik ein Stelldichein geben und ihr Publikum begeistern. Anhänger des alternativen Lebensstils finden im Juli auf dem NO MIND FESTIVAL in Ängsbacka eine Vielzahl an Workshops und Möglichkeiten in entspannter Atmosphäre Gleichgesinnte zu treffen.

Beliebte Sehenswürdigkeiten und lohnende Ausflugsziele sind, neben den vielen kleineren historischen Gehöften und Herrensitzen, der Selma Lagerlöf Gedächtnishof Mårbacka, die berühmte Leinenweberei in Klässbol oder das Rackstad-Museum in Arvika.

Wer sich für „das alte Schweden“ und historische Handwerkskunst interessiert, begibt sich Ende Juli auf das Sommerfest Gammelvala in Brunskog. Über eine Woche lang werden hier einmal im Jahr die Uhren um hundert Jahre zurückgedreht und Lebensstil und Arbeitsweisen vergangener Tage vorgeführt. Etwa 40 alte Handwerkstechniken sind hier zu sehen. Ein Kohlenmeiler wird entzündet, Teer gewonnen, Flachs aufbereitet, gesponnen, gewebt, Holzschindeln hergestellt und vieles mehr.

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